vServer und vServer…

Ich bin gerade durch Zufall auf den Hoster netcup gestoßen und habe mir nicht ohne Skepsis die scheinbar überwältigenden vServer-Angebote angesehen.

Mir drängte sich gleich die Frage auf: Wie kann ein unbekannter Hoster solche Leistung zu solchen Preisen bieten?

Ich habe ja selbst mal ein paar Minuten mit dem Gedanken gespielt, mittels Omas geiler 32-MBit-Anbindung vServer-Hosting anzubieten, weil ein 24/7 verfügbarer Server für mich alleine einfach viel zu teuer in der Unterhaltung ist. Ich musste aber relativ schnell zu dem Schluss kommen, dass sich das absolut nicht rechnen kann, wenn das auch noch ein bisschen was mit Qualität zu tun haben und gleichzeitig vom Kunden bezahlbar sein soll.

Wie also machen die von netcup das?

Die Antwort auf diese Frage weiß W-Mark Kubacki: Gar nicht. Sie streichen einfach den Punkt Qualität aus ihren Ansprüchen. Mehr noch, sie verkaufen dem Kunden auch die Katze im Sack. Was sie treiben, lässt sich bestenfalls als Irreführung bezeichnen. Aber wenn sich zwischen Februar, bzw. Juni 2010 und heute nichts an der konkreten Umsetzung ihrer vServer geändert hat, werben sie sogar mit m.E.n. falschen Tatsachen. Sie versprechen dem potenziellen Kunden nämlich „vollen Root-Zugriff“. Ich weiß ja nicht, wie die das definieren oder was sie erwarten, wenn ihnen jemand sowas verspricht, aber für mich bedeutet das, dass ich alles auf dem System machen kann.

Insgesamt entsteht der Eindruck, man bekäme eine eigene virtuelle Maschine mit vollständigem Betriebssystem. Das ist es, was man eigentlich allgemein unter einem vServer verstehen kann.

Aber anscheinend genügt für diese Bezeichnung auch schon ein virtualisiertes Betriebssystem ohne eigenen Kernel, ohne eigene virtuelle Hardware und ohne die Möglichkeit, „sein“ System völlig nach eigenem Belieben zu konfigurieren.

Gut zu wissen. Auf sowas sollte man bei erschlagenden vServer-Angeboten also unbedingt achten.

Und natürlich immer schön Erfahrungsberichte von Kunden lesen. Denn selbst wenn man weiß, auf welche Art von Hosting man sich einlässt (ganz gleich, ob Webspace, vServer, Root-Server, Managed Server oder was auch immer), hat man noch lange kein Bild über den Service und die Verfügbarkeit. Und in den beiden Punkten scheint netcup offenbar auch nicht gerade zu glänzen.

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