Remote-Virtualisierung

So, ab jetzt betreibe ich meine VMs auf dem Server.

Hab dort Virtualbox installiert und kann sie per VNC auf den Laptop holen. Über RDP würde das zwar sicherlich viel besser funktionieren (komme ich später zu), aber so bin ich schon mal zufrieden.

Ist auch echt toll! Der Server hat nicht nur mehr Platz für die ganzen virtuellen HDDs, sondern kommt mit dem Betreiben der VMs auch noch viel besser zurecht als mein Laptop. Merkt er fast gar nix von, während mein Laptop für gewöhnlich in die Knie geht und das nächste Grillfest einläutet, erst recht, wenn ich mehr als eine VM gleichzeitig laufen lasse. Macht keinen Spaß so. Ich hatte auf dem Server sogar vorhin 2 VMs am laufen, ohne dass bei den mickrigen 2GB RAM geswappt werden musste.

Per Netzwerkbrücke kommen die VMs auch ins Internet, während der Server selber nicht am Router vorbei kommt, weil ich seiner IP-Adresse ja den Zugang gesperrt hab.

Als Client scheint mir Remmina am besten zu gefallen. Da kann man Verbindungen speichern, Zugangsdaten inklusive.

Die VMs kriegen jeweils ihren eigenen Port, so dass ich mit einem Klick auf jeder drauf bin.

Screencasts kann ich mit pyvnc2swf machen, auch via VNC, aber lokal auf dem Server, um die volle Qualität zu haben. Den Ton dazu nehm ich dann auf dem Laptop auf und schmeiße die Spuren anschließend einfach zusammen. Ich könnte ja in myscreencast noch ne SSH-Verbindung rein packen, um das Ding weiter einsetzen zu können. Dann lässt das Script auf dem Server automatisch den Screencast erstellen, während es sich lokal um den Ton kümmert. Vielleicht erspart es mir dann die Mühe, Bild und Ton halbwegs synchron zu kriegen, wenn beides wieder ungefähr gleichzeitig startet.

Blöd an der ganzen Sache ist nun zum einen die schlechte Qualität bei der Übertragung an meinen Laptop. Aber damit lässt sich leben. Screencasts müssen gut werden. Ich muss nur alles erkennen können. Und da gibt es in Remmina ganz gute Einstellungsmöglichkeiten, um den besten Kompromiss zwischen Bildqualität und Latenzreduktion zu erreichen. Dass ich nur über b/g-WLAN gehe, ist natürlich nicht optimal.

Viel blöder ist aber, dass über die VNC-Verbindung von Virtualbox nur das US-Tastaturlayout übertragen wird. Um meine deutsche Tastatur und Tippweise da irgendwie halbwegs kompatibel zu kriegen, muss ich nun in den VMs das amerikanische Layout einstellen, damit es wieder passt. Dabei verlieren allerdings manche Tasten leider jegliche Funktion und ich kann z.B. keine Umlaute schreiben. Muss mal sehen, ob ich das noch irgendwie behoben kriege. Mit RDP scheint dieses Problem wohl nicht zu existieren.

Aber dafür kann ich nicht das Paket aus den Debian-Quellen nehmen, sondern muss mir die PUEL-Version entweder direkt bei Oracle runterladen oder deren Repo in meine Quellen aufnehmen. Und beides widerstrebt mir dann doch mehr als die Nachteile von VNC. Ich meine, das ist ein Server. Der soll einfach nur laufen. Da gehören weder Fremdquellen noch manuell installierte Programme drauf (eigene ausgenommen). Wenn es unbedingt sein muss, greif ich vielleicht allenfalls zu debian-multimedia, weil ich den Server auch für Audio- und Video-Bearbeitung vorgesehen habe (weil der das auch besser und klagloser kann als mein Laptop) und ja nicht jeder scheiß Codec oder Encoder in den offiziellen Quellen liegt.

Alles in allem: ich bin zufrieden! 😀

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